Fallbeispiele

Anhand folgender authentischer Fallbeispiele werden für sie die Anwendungsgebiete
der Bach-Blüten deutlich.

Allgemeine Fallbeispiele

=> Ein 8 jährige Junge besucht im Laufe eines Jahres zwei private Schwimmkurse, lernt das Schwimmen aber nicht. Er hat Angst, sogar Panik, Wasser dabei ins Gesicht zu bekommen und traut sich im Allgemeinen wenig zu. Er soll demnächst in die 3. Klasse kommen und macht sich während der Sommerferien Sorgen, dass er, weil er noch nicht schwimmen kann, vielleicht ausgelacht wird. Er schämt sich darüber. Seine Mutter bespricht die Situation am Jahresanfang mit seiner Klassenlehrerin, die gleichzeitig seine Sportlehrerein ist. Die Lehrerin hat Verständnis. Drei Wochen vor Schulbeginn bekommt der Junge folgende Bach-Blüten: Larch für mehr Selbstvertrauen, Rock Rose gegen Panik, Chestnut Bud um das Lernen zu fördern (nicht immer die gleichen Fehler zu machen) sowie Pine für die Schamgefühle. Als Persönlichkeitsmittel kommt Clematis in Betracht. Der Junge ist gelegentlich vergesslich und etwas tagträumerisch. Nach nur drei Wochen schulischen Schwimmunterrichts lernt er hoch erfreut und stolz das Schwimmen. Seine Mutter merkt an: Er wirkt präsenter und vergisst seltener seine Hausaufgaben, diese Veränderung nimmt seine Klassenlehrerin auch wahr.
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=> Eine viel beschäftigte berufstätige Mutter (Führungskraft und selbstständig) ist im Haushalt auf die Hilfe ihrer Schwiegermutter angewiesen. Sie gerät aber öfters mit ihr in Streit und die negative, angespannte Atmosphäre zu Hause belastet sie sehr. Die Familien leben im gleichen Haus, die Schwiegereltern oben, die Familie mit Kindern unten. Sie nimmt Holly für ihre Gereiztheit, Vine als Persönlichkeitsmittel für ihr Dominanzverhalten, Beech gegen Intoleranz, Impatiens, weil sie schnell agiert und denkt und deswegen ungeduldig mit anderen ist sowie Pine weil sie sich Selbstvorwürfe über die Spannungen macht. Olive und Elm gegen Müdigkeit und Überforderung kommen hinzu. Nach drei Wochen Einnahme fühlt sie sich entspannter und gelassener ihrer Schwiegermutter gegenüber. Sie merkt, dass sie mehr Abstand hat und sich weniger durchsetzen will. Sie schläft tiefer und fühlt sich erholt und im Allgemeinen belastbarer.

 

Fallbeispiele aus der Geburtshilfe


=> Nach einer komplikationsfreien, aber sehr schnellen Hausgeburt wurde das Neugeborene gestillt, fiel aber danach in Tiefschlaf. Dreizehn Stunden nach der Geburt kam die Hebamme zur Nachsorge. Wegen dieses Tiefschlafs hatte das Baby trotz mehrerer Versuche seitens der Mutter noch immer nicht gestillt werden können. Die Hebamme rieb jeweils einen Tropfen Clematis (Schläfrigkeit) und Star of Bethlehem (Schock / sehr schnelle Geburt) auf die Stirn des Neugeborenen. Innerhalb weniger Sekunden begann das Baby zu würgen und übergab sich. Es wurde sichtbar, dass das Kind während der Geburt etwas mekoniumhaltiges Fruchtwasser geschluckt hatte. Nach einigen Minuten ebbte das Brechen ab. Das Baby kam zur Ruhe und suchte sofort nach der Brust der Mutter, um zu trinken. Es gab keine weiteren Stillprobleme.

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=> Eine Erstgebärende leidet in der 30. Woche unter starken Durchfall und leichtem Fieber. Sie reagiert gegenüber dem Baby ängstlich und besorgt, das Ruhen im Bett fällt ihr sehr schwer. Sie fühlt sich innerlich getrieben, weiß aber nicht warum. Sie bekommt Rescue Remedy, Red Chestnut, Agrimony und Impatiens. Schon wenige Stunden nach der Einnahme fühlt sie sich sehr viel ruhiger und kann im Bett entspannen. Nach zwei Tagen ist der Infekt gänzlich abgeklungen und die Sorgen um das Baby sind gewichen.

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=> Nach einer komplikationsfreien Hausgeburt stirbt das Neugeborene plötzlich. Ein Jahr nach diesem Ereignis ist die Hebamme noch sehr aufgewühlt, traurig und betroffen, wenn sie an dieses Ereignis denkt, obwohl die Eltern ihr keinerlei Vorwürfe gemacht hatten. Sie hatten den Verlust scheinbar gut verkraftet und ein Jahr nach dem Todesfall sogar ein gesundes Baby bekommen. Die Eltern wollten unbedingt mit dieser Hebamme das Kind zur Welt bringen, diese hatte jedoch das Gefühl, versagt zu haben. Auch fühlte sie sich in ihrem Beruf verunsichert.
Sie bekam: Pine (Schuldgefühle), Sweet Chestnut (Traurigkeit, Verzweiflung), Star of Bethlehem (Schock) und Larch (mangelndes Selbstvertrauen). Nach regelmäßiger Einnahme (zwei Tropfen täglich, Wasserglasmethode) über einen Zeitraum von fünf Wochen berichtet sie von einer deutlichen Verbesserung. Sie sei längst nicht mehr so aufgewühlt, wenn sie an den Tod des Kindes denke und spüre wieder Vertrauen in ihre Fähigkeiten als Hebamme. 

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=> In der 34. Woche wurde bei einer Hebamme (2. Schwangerschaft) eine Steißlage festgestellt. Eine Sectio widerstrebte ihr zutiefst, außerdem war eine Hausgeburt geplant gewesen. Ihre Gedanken kreisten ständig um dieses Thema und sie schlief sehr schlecht. Tagsüber fühlte sie sich deshalb angespannt, gereizt und mit ihrem kleinen Sohn überfordert.
Folgende Mittel wurden empfohlen: Mimulus und Aspen (Angst), White Chestnut (ungünstige wiederkehrende Gedanken), Elm (Überforderung), Willow (das Schicksal annehmen) und Holly (gegen die Gereiztheit). Nach einer Woche Einnahme (Wasserglasmethode) berichtete die Hebamme von folgenden Gefühlsänderungen: Sie fühlte sich viel gelassener, ihr Schlaf hatte sich verbessert und ihre Einstellung hatte sich geändert. Wenn das Kind sich nicht drehen würde und eine Sectio erforderlich wäre, würde sie diesen Umstand annehmen, solange es nur dem Baby gut ginge. Kurz vor der Geburt drehte sich das Kind und kam ohne Eingriffe problemlos zu Hause zur Welt.